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Verdurstet – Die Entwässerung
Ein großflächiger Torfabbau ist in Mooren nur durch Entwässerung zu erreichen. Deshalb wurde im Schwenninger Moos mit viel Aufwand ein sorgfältig geplantes Netz aus Entwässerungsgräben gezogen. In alten Luftbildern lässt sich der genaue Verlauf dieses Grabennetzes sehr gut verfolgen. Im Schwenninger Moos wurden insgesamt 28.400 m Gräben angelegt.
Zentraler Entwässerungsgraben der Villinger Gemarkung.

Die Wirkung all dieser Gräben war und ist für das Moor verheerend. Der Niederschlag, der eigentlich in den Torfen gespeichert werden soll, fließt durch das Grabensystem rasch ab und geht dem Moor verloren. Der Wasserspiegel so entwässerter Flächen liegt dadurch weit unter dem ungestörter Moore. Die Folge ist eine schleichende Veränderung der Vegetation, deren Endstadium trockene Birken-Kieferwälder sind, die kaum noch Moorarten enthalten.

Das Netz der Entwässerungsgräben erreicht nahezu jeden Winkel des Moores. Luftbildanalyse der Gräben nach Aufnahmen von 1968 und 1944.