| Manchmal muss dem Sonnentau mit der Motorsäge geholfen werden.
Das offene Moorzentrum wurde in den letzten Jahren mit viel Mühe dem Moorwald abgerungen
– in der Hoffnung, dass die Wiedervernässung das Baumwachstum
bremsen wird.
Wiedervernässung geht vor – Gehölzpflege nur in Ausnahmefällen
In die Konkurrenz zwischen Bäumen und Moorarten kann grundsätzlich
durch zwei verschiedene Maßnahmen eingriffen werden: Der moor-ökologisch
„richtige“ Weg ist die Vernässung der Fläche. Sie fördert
die Moorpflanzen und bremst die Bäume in ihrem Wachstum. Ein
zweiter Weg ist der direkte Eingriff mit der Motorsäge. Allerdings
ist Entfernen des Waldes nicht nachhaltig, da die Bäume unter
den trockenen Bedingungen rasch wieder aufkommen.
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| „Entkusseln“ nennt man in Norddeutschland
das mühevolle Ziehen junger Baumschößlinge per Hand. Da abgschnittene Jungbirken aus dem Stock austreiben, bleibt das Entkusseln die effektivste Form der Gehölzpflege. |
Nur in Ausnahmefällen sollte deshalb in Mooren die Gehölzpflege
ohne Wiedervernässung durchgeführt werden, zum Beispiel
wenn eine Fläche aufgrund der Topographie nicht vernässt
werden kann und besondere Arten die Offenhaltung dennoch rechtfertigen.
Die Umgebung der kleinräumigen Quellseen auf der Bad
Dürrheimer und Schwenninger Gemarkung zeigt solche Beispiele.
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