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Landschaftspfleger auf vier Beinen – Die Beweidung

Achtung, die Schafe und Rinder sind los! Seit 2003 wird dem ak moos tatkräftig bei der Pflege des Gebietes geholfen. Die Landschaftspfleger auf vier Beinen sind inzwischen in den trockenen Moorrändern und im Moorzentrum bei der Arbeit.

Brache und Bewaldung – Zwei Probleme der trockenen Moorränder

Die trockenen Moorränder wurden früher größtenteils als Grünland, Streuwiesen oder Acker genutzt. Zum Teil unterblieb auf dem „Ödland“ jedoch auch jegliche Nutzung. Im Lauf der Jahrzehnte zog sich die Landwirtschaft immer weiter aus diesen Flächen zurück – die Moorränder lagen brach. Von einer solchen Brache profitieren meist nur wenige Pflanzen wie konkurrenzstarke Obergräser oder Gehölze. Dort, wo früher die Mäuler der Schafe und Rinder oder die Sense Lücken für zahlreiche Magerrasenarten geschaffen haben, verarmt heute ohne Pflege die Vegetation und wird mittelfristig vom Offenland in Wald umgewandelt.

Sowohl die Schafe als auch die Jungrinder haben den ersten Einsatz im Moos gut überstanden und ihren Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt geleistet.
 

Eines der wichtigsten Ziele des Naturschutzprojektes lautet deshalb: Tiere auf die Fläche! Nur so können die Reste der Magerrasen langfristig im Schwenninger Moos erhalten werden. Seit 2003 wird dem ak moos bei der Pflege des Moores tatkräftig geholfen.
Dank der Zusammenarbeit mit einem örtlichen Landwirt weiden Jungrinder auf den trockenen Moorrändern im Osten und Süden des Naturschutzgebietes. Im Südwesten und Westen des Moores sind Moorschnucken des als lebende Rasenmäher im Einsatz.

Die weiße hornlose Moorschnucke – Optimal für den Einsatz in Mooren geeignet

Die Moorschnucken wurden in ihrem Herkunftsort, der Diepholzer Moorniederung speziell für den Einsatz in Mooren gezüchtet. Sie sind sehr leicht und gute Futterverwerter, kommen also mit sehr schlechter Futterqualität aus, wie sie in Mooren vorherrscht. Die wahrscheinlich wichtigste Eigenschaft der Rasse ist jedoch, dass sie auch in sehr nassen Flächen weiden kann, ohne Probleme mit den Klauen zu bekommen. Deshalb wird die Moorschnuckenherde auch im Zentrum des Schwenninger Mooses eingesetzt. In den dortigen Heidemoorflächen sollen die „Landschaftspfleger auf vier Beinen“ vor allem den Gehölzjungwuchs verbeißen.

An dieser Stelle eine Bitte in eigener Sache: Falls Sie als Besucher des Moores zukünftig die Jungrinder und Schafe auf Flächen des Schwenninger Mooses sehen, bitte füttern Sie die Tiere nicht und leinen mitgeführte Hund an. Nur so kann die Tiergesundheit garantiert und eine Störung der Jungrinder und Lämmer vermieden werden.


Unser Rezeptvorschlag

Lammhaxen
(für 4 Personen)
4 Lammhaxen
1 oder 2 Knoblauchzehen
30 g Mehl
2 Esslöffel Öl
30 g Tomatensaft
1 kleine Zwiebel
120 g Sherry
4 geschälte Kartoffeln
4 - 8 gesäuberte Karotten
Salz
Pfeffer
Oregano

Die Haxen werden an einigen Stellen aufgeschnitten und die in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehen hineingedrückt. Das mit ¼ Teelöffel Salz versehene Mehl wird auf die Haxen gestreut. Die Haxen werden in einer Pfanne in heißem Öl gebraten, bis sie auf allen Seiten braun sind. Dann werden sie in einen großen Topf gelegt. Der Tomatensaft, die aufgeschnittene Zwiebel, Salz Pfeffer, Oregano und Sherry werden in einer Pfanne gemischt und bis zum Kochen erhitzt, dann über die Haxen gegossen.

Topf abdecken, auf mittlerer Herdstufe 60 – 80 Minuten schmoren, bis sich das Fleisch von den Knochen lösen lässt. Die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln und Karotten zufügen und nochmals 20 Minuten mitkochen.
(Quelle: http://www.dyxmannshof.de)