| 126 Schmetterlings-,
66 Vogel-,44 Landschnecken-, 29 Laufkäfer-, 18 Heuschrecken-,
16 Libellen-, acht Muschel-, fünf Amphibien-, vier Reptilien-
und vier Fischarten – ganz schön was unterwegs im Schwenninger
Moos.
Viel Lebensraum auf kleiner Fläche
Die Vielfalt der unterschiedlichen Bio-tope im Schwenninger
Moos – trockene Magerrasen an den Rändern, Röhrichte, offene
Gewässer und Bruchwälder im Zentrum – fördert die Vielfalt der
Tiere, die das Moos bevölkern. Vor allem der Anstau der Neckarquelle
in den 1980er Jahren förderte viele Tierarten, die auf offene
Wasserflächen angewiesen sind, wie Zwergtaucher und Krickente
– zwei Arten, die früher nur als Gäste ins Moos kamen.
Der dreigeteilte Neue Moosweiher ist der
wichtigste Lebensraum für die Teufelsnadeln, wie Libellen
auch genannt werden. Hier kommen nahezu alle Libellenarten
auf engstem Raum vor, darunter auch zwei echte „Moorlibellen“:
die Torf-Mosaikjungfer und die Kleine Moosjungfer. Die trockenen
und verheideten Flächen im Zentrum des Moores beherbergen
einen weiteren kleinen „Schatz“ auf sechs Beinen: Hier lebt
der Hochmoor-Glanzflachläufer, eine unscheinbare Laufkäferart,
die auf saure Hochmoore mit ausgeprägtem Bultrelief angewiesen
ist.
Reisende und Dauergäster
Das Schwenninger Moos liegt genau an einer der bedeutenden
Vogelzuglinien entlang des Neckars in Richtung Donau und Bodenseebecken.
Entsprechend stellt es eine der „Raststätten“
für die Vogelarten auf dem Weg in ihre Winterquartiere
beziehungsweise zu ihren Brutplätzen dar. Vor allem die
große Seefläche mit den angrenzenden Röhrichten
und Seggenrieden wird im Winter regelmäßig von
durchziehenden Schwimmenten und Watvögeln aufgesucht
– wie den schon erwähnten Krickenten und den Himmelsziegen,
wie die Bekassinen auch genannt werden, da sie beim Balzflug
ein meckerndes Geräusch mit ihren Steuerfedern erzeugen.
Sesshaft dagegen sind viele Insektengruppen
wie die Laufkäfer, Heuschrecken und Schmetterlinge. So
fressen die Raupen des Randring-Perlmutterfalters an Pflanzen
im Zentrum des Moores. Die Art überwintert dann als Puppe
im Moos.
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