Bilder Sitemap
Willkommen  
Zeitüberblick  
Moor unter Schutz  
Der Lebensraum  
Moor in Not  
Naturschutzprojekt Gehölzpflege  
Die Renaturierung  
Der Mensch im Moos  
Der ak moos  
Einsatz für die Natur  
Ausblicke  
Kontakt  

Mit freundlicher
Unterstützung der


Von Blutaugen und Teufelskrallen-
Pflanzen im Moos

Orchideen, fleischfressende Pflanzen und Hungerkünstler. Mit über 400 verschiedenen Pflanzenarten gehört das Moos zu den artenreichsten Lebens-räumen der Region.

Vielfalt im Moor – Artenreichtum als Konsequenz der Moornutzung

In den letzten 100 Jahren hat der Artenreichtum im Moos stetig zugenommen. Ein schöner Erfolg für den Naturschutz? Leider wäre dies zu kurz gedacht. Vor allem Hochmoore sind im natürlichen, ungestörten Zustand eher artenarme Biotope. Ein Ansteigen der Artenvielfalt ist hier vor allem auf Störungen zurückzuführen, die es anderen Pflanzen erlaubt, neben den Hochmoorspezialisten in einem Moor Fuß zu fassen.

Bohrkern

Schmalblättriges Wollgras

Im Schwenninger Moos wird der Artenreichtum vor allem durch die Magerrasen und die trockenen Wälder verursacht sowie nicht zuletzt auch durch die Wege im Schutzgebiet, die durch ihren mineralischen Unterbau vielen Pflanzen Lebensraum bieten, die keine „nassen Füße“ mögen.

   
Kugel-Teufelskralle, Supf-Blutauge und Rundblättriges Sonnentau


Von engen Freundschaften und Fleischfressern – Überleben bei knappen Ressourcen


Alle Pflanzen im Zentrum des Schwenninger Mooses haben mit der Nährstoffarmut zu kämpfen. Hochmoore werden nur durch das im Regenwasser vorhandene Angebot gelöster Nährstoffe gespeist – eine schwierige Bedingung für alle dort lebenden Pflanzenarten. Die im Moorzentrum wachsenden Arten haben dieses Problem sehr unterschiedlich gelöst.

Das im Spätsommer lila blühende Heidekraut zum Beispiel hat sich einen Partner gesucht, der keine Schwierigkeiten hat, an Nährstoffe heranzukommen. Die Wurzeln des Heidekrautes sind mit Pilzen (Mykorrhiza) verbunden, die der Pflanze Stickstoff, Phosphor und andere wichtige Stoffe zuführen.

Bohrkern

Heidekraut

 
Räuber und Beute einmal umgekehrt. Der Wasserschlauch fängt mit Blättern, die zu Fangblasen umgebildet sind, kleine Tiere.Skizze aus: A. Slack: Karnivoren, Ulmer Stuttgart, 1985