| Im Schwenninger Moos wurden im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg, Referat 56, in den Jahren 2006 und 2007 in größerem Umfang homogene, trockene Moorbirken-Kiefern-Wälder entfernt. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg förderte die Maßnahme mit Mitteln der GlücksSpirale.
Die Moorbirken-Kiefern-Wälder hatten sich in den letzten 40 bis 60 Jahren im Süden des Gebietes entlang des Rundweges entwickelt. Durch die Zunahme der Gehölze verstärkt sich die Beschattung, so dass lichtbedürftige Moorarten in der Krautschicht verdrängt werden. Darüber hinaus ist der Wasserentzug durch die Respirationsleistung der Bäume enorm. Dies wirkt sich negativ auf den Gesamtwasserhaushalt des Moores und insbesondere auf die angrenzenden hochwertigen Heidemoorstadien im Zentrum des Gebietes aus. Um den Wasserhaushalt zu stabilisieren und eine Heidemoorvegetation zu entwickeln wurde der Gehölzbestand entfernt oder zumindest stark aufgelichtet. Die Flächen sind zukünftig in das bestehende Beweidungskonzept integriert.

Bis 2006 vorhandenen trockene Moorbirken-Kiefern-Wälde
Wesentlicher Projektinhalt war auch die enge Einbindung der Öffentlichkeit. Die Pflegemaßnahme fand an einem gut einsehbaren Bereich des Naturschutzgebietes statt. Deshalb war eine projektbegleitende Pressearbeit einerseits aufgrund der Lage gut möglich und andererseits auch notwendig, um den Zusammenhang zwischen der Entfernung von Waldbeständen und der Moorrenaturierung darzustellen. Besonderer Wert lag daher auf einer möglichst breit angelegten Information der Bürger. Durch Artikel im Schwarzwälder Boten und Südkurier sowie durch Beiträge im Programm des SWR4 wurde über die Maßnahme berichtet, der Verkauf des anfallenden Stammholzes bekannt gegeben und für eine Mithilfe engagierter Bürger an Pflegemaßnahmen im Schwenninger Moos geworben.Das Projekt fließt auch in den Dokumentarfilm „Moosgeschichten“ von Klaus Peter Karger ein. >> mehr zum Filml.
Das Institut für Angewandte Forschung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen wurde durch das Referat 56 des Regierungspräsidiums Freiburg beauftragt, die Öffentlichkeitsarbeit vorzubereiten und zu koordinieren sowie das Management der Pflegemaßnahmen abzustimmen. Der BUND Schwarzwald-Heuberg begleitete das Projekt.
Im Jahr 2006 führte das Städtische Forstamt Villingen-Schwenningen die Fällarbeiten und den Abtransport des Stammholzes durch. Im Jahr 2007 wurde hierfür der Forstbetrieb Heinz und Christian Schleicher GbR beauftragt. Der Maschinenring Schwarzwald-Baar GmbH hatte die Aufgabe Stämme zu spalten.
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